Leitbild

Der Unternehmerverband Erotik Gewerbe Deutschland (UEGD) versteht sich als öffentlicher Ansprechpartner, insbesondere für Politik, Verwaltung und Medien. Aufgabe des UEGD ist die Wahrung und Förderung der wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder in Deutschland.

Die Mitgliedsunternehmen besitzen alle eine Konzession nach dem Gesetz zur Regulierung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen (Prostituiertenschutzgesetz – ProstSchG), bzw. befinden sich im Erlaubnisverfahren. Damit sind alle Mitglieder des UEGD einer umfangreichen behördlichen Zuverlässigkeitsprüfung unterzogen worden und erfüllen alle staatlich geforderten räumlichen, hygienischen, gesundheitlichen und sicherheitsbezogenen Standards.

Vor diesem Hintergrund ist es das Anliegen des UEGD, sich konstruktiv für eine Weiterentwicklung der deutschen Prostitutionsregulierung einzusetzen. Das heißt konkret:

  1. Rechtssicherheit Es bedarf bundesweit klarer und angemessener gesetzlicher Rahmenbedingungen für Betreiber und Anbieter prostitutiver Leistungen. Nur so kann Rechtssicherheit und auch Rechtsfrieden entstehen.
  2. Wirtschaftlichkeit Damit der durch das Prostituiertenschutzgesetz regulierte deutsche Markt für prostitutive Leistungen ein Erfolgsmodell wird, ist es notwendig, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Betreiber und Sexarbeiter wirtschaftlich arbeiten können und angemessene Steuern abführen. Dazu bedarf es u.a. einer Fortentwicklung der Arbeitsbedingungen sowie der Besteuerungssystematik.
  3. Wettbewerb Wir setzen uns für einen wettbewerbsorientierten Markt für prostitutive Leistungen in Deutschland ein. Dies bedeutet die Bekämpfung von unlauterem Wettbewerb, insbesonders die Umgehung der Erlaubnispflicht (ProstSchG), um allen Teilnehmern der Branche Chancengleichheit zu gewährleisten.
  4. Fair Play Es gilt die Integrität der Anbieter prostitutiver Leistungen zu sichern. Dies liegt im ureigenen Interesse der Prostitutionsgewerbetreibenden, da wir Geschädigte einer unausgewogenen Berichterstattung über unsere Branche sind. Daher arbeiten wir kontinuierlich daran, der Öffentlichkeit ein wirklichkeitsnahes Bild der Erotikbranche zu vermitteln.
  5. Sexarbeiterschutz Wir wollen den bestmöglichen Schutz von Sexarbeitern erreichen und in unseren Betrieben sichere und vertrauenswürdige Arbeitsplätze anbieten. Das Vertrauen der Sexarbeiter ist ein wertvolles Gut, daher liegt ein hohes Sexarbeiterschutzniveau in unserem eigenen wirtschaftlichen Interesse.
  6. Kriminalitätsprävention Wir setzen uns für eine aktive Prävention durch Aufklärung und den Verweis auf Beratungs- und Hilfeeinrichtungen ein. Alle UEGD Mitglieder haben umfangreiche, behördlich geprüfte Konzepte zur Prävention erarbeitet. Diese werden wir mithilfe neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse kontinuierlich weiterentwickeln.
  7. Schwarzmarktbekämpfung Wir wollen uns an einer effektiven Schwarzmarktbekämpfung mittels eines kundenorientierten Angebots prostitutiver Einrichtungen beteiligen. Nur wenn Sexarbeitern attraktive legale Arbeitsplätze angeboten werden, ist mit einer hohen Kanalisierungsquote (Anteil Prostituierter im legalen Markt) zu rechnen.
  8. Europa Der Markt für prostitutive Leistungen in Deutschland ist kein abgeschotteter Markt, sondern Bestandteil des europäischen Binnenmarktes. In einem gemeinsamen Europa sollte eine Fortentwicklung der deutschen Prostitutionsregulierung den europäischen Grundfreiheiten angemessen Rechnung tragen und – wo möglich – die Harmonisierung von regulatorischen Anforderungen ermöglichen.

Meilensteine

Verbandsgründung

Am 27. Juni 2007 in Hannover gegründet, vertritt der Unternehmerverband Erotik Gewerbe Deutschland e.V. (UEGD) die Interessen von Betrieben des erotischen Dienstleistungssektors.

Als anerkannter Wirtschaftsverband (§ 5 Abs. 1 Nr.5 KStG) ist er unabhängig, politisch neutral und ausschließlich seinen Mitgliedern und der Erotikbranche verpflichtet.

Der UEGD hat es sich zur Aufgabe gemacht, rechtliche Rahmenbedingungen transparent zu machen und so den politischen Willen zur Beseitigung des Sittlichkeitsmakels in Gesellschaft und Verwaltung zu fördern.

Im ständigen Dialog mit Politik, Behörden, Öffentlichkeit und anderen Interessengruppen stehend unterstützt der UEGD ergebnisorientiert, praxisnah und effektiv die dynamische Entwicklung der Branche.

Verbandspräsident Holger Rettig formuliert es so:

„Politisch und gesellschaftlich ist der UEGD ein »außerparlamentarischer Konsensbetrieb«. Wir sammeln horizontal Meinungen, Strömungen, Interessen, Mitgliederbelange und vermittelt diese in verschiedene Ebenen der Gesellschaft und Politik.“

Der UEGD analysiert, vermittelt, organisiert und berät.

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