Mittwoch, 24. Mai 2017

 

Themen der Erotikbranche


Da der Schwerpunkt der Tätigkeit des UEGD das Prostitutionsgewerbe ist, wird im Folgenden auch dieses Themengebiet aufgegriffen.

Grundsätzlich ist der UEGD bemüht ein wirklichkeitsnahes und transparentes Bild der Erotikbranche zu vermitteln.

Auszug aus der Verbandssatzung » (...) Förderung der wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder in Deutschland.«


Wirtschaft
Die Dienstleistung Prostitution ist im volkswirtschaftlichen Sinne dem privaten Konsum zuzuordnen, da der Verbrauch keine Investittion darstellt. Ihr Preis bildet sich aus Angebot und Nachfrage. Mit dem Beitritt der osteuropäischen Staaten zur EU und der damit verbundenen Arbeitnehmerfreizügigkeit sowie Dienstleitungsfreiheit (für Selbständige) ist das Angebot explosionsartig gestiegen. Hinzu kommt ein gravierender Anstieg der s.g. Wohnungsprostitution. Speziell hier ist der Gesetzgeber gefordert klare Normen zu verabschieden.


Recht
Mit der Einführung des Prostitutionsgesetzes (ProstG) zum 01.01.2002 wurde das Verdikt der Unsittlichkeit aufgehoben und die Strafbarkeit der Förderung der Prostitution in Ausbeutung von Prostituierten umgewandelt.

Eine der wesentlichen Auswirkungen für Betreiber von Prostitutionsstätten ist, dass das zur Verfügung stellen eines adäquaten Arbeitsumfeldes nicht mehr verboten ist.
Dennoch, und so wird es auch im Untersuchungsbericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bemängelt, fehlt es an der »ausstrahlenden Wirkung« des ProstG in andere Gesetze, in denen die Prostitution immer noch eine Verbotsnorm darstellt. Positiv zu bewerten ist, dass in der Rechtsprechung immer häufiger der »Geist des ProstG« in Urteilsbegründungen wieder zu finden ist - trotz fehlender Anpassung der entsprechenden Normen.


Kriminalität
Unter direkt mit der Prostitution verbundener Kriminalität sind Straftaten und Ordnungswidrigkeiten (Sexuelle Ausbeutung Prostituierter, Zuhälterei, Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung, Verbotene Prostitution und Werbung für Prostitution) zu verstehen. Daneben wird häufig von einer Begleitkriminalität im Rotlichtmilieu gesprochen, jedoch existieren bis dato keine Untersuchungen, die die Begleitkriminalität belegen.

Analyse der Kriminalitätsentwicklung:
Bundeslagebild Rotlicht-Kriminalität 2010Weiteres Dokument - Neues Fenster öffnet

Politik
Sich mit dem Thema der Prostitution auseinander zu setzen ist für manche Politiker nicht einfach, geht es auch noch um die Arbeitgeberseite, so wird es erst recht schwer.

Zur Zeit befindet sich das Prostitutionsgewerbe in einer Art Schwebezustand. Vor der Einführung des ProstG war das Strafrecht in den meisten Fällen zuständig. Im Zuge  der Legalisierung wurde aber keine Auffangordnung geschaffen, wie etwa das Gewerberecht.

Hier ist die Politik gefordert - sowohl für Prostituierte als auch für Betreiber von Prostitutionsstätten einen Rahmen zu erarbeiten, der die wirtschaftliche Betätigung vor dem Hintergrund des ProstG berücksichtigt.



read Prostitutionsgesetz / Untersuchungsbericht

read Sektoren der Erotikbranche

read Aufgaben des Verbands


Geschichtliche Entwicklung und Mythologie


 

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