Sonntag, 20. Oktober 2019

 

Hamburg: Runder Tisch oder doch eher Tribunal?
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Wie im Hamburger-Koalitionsvertrag zwischen CDU und Bündnis 90/Die Grünen vereinbart, wurde ein Runder Tisch zum Thema sexuelle Dienstleistung eingerichtet. Das »Gremium«  hat am 05.03.2009 erstmalig getagt und gleich beschlossen die Öffentlichkeit auszuschließen.

Unter einem »Runden Tisch« versteht der UEGD die Beteiligung ALLER, zur Lösung einer Aufgabe benötigten Institutionen. Federführend organisiert, geleitet und moderiert  werden die Sitzungen von der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz. Neben zahlreichen Behödenvertretern und Hilfsorganisationen sind aber die, um die es eigentlich geht nicht eingeladen – nämlich die Prostituierten und Bordellbetreiber.

Damit das Rotlichtmilieu weiterhin sein Dasein in der Schmuddelecke fristen kann, hat das Gremium sich gleich selbst einen Maulkorb verpasst und die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

Als Berufsverband des Erotikgewerbes stellt der UEGD die Frage, ob mit diesem Runden Tisch nicht eher ein politisches Sondergericht tagt, das ohne Anhörung der Beschuldigten sein Urteil fällen wird.

Mit der Einführung des Prostitutionsgesetzes im Jahre 2002 hat man das Verdikt der Sittenwidrigkeit der Prostitution beseitigt. Gleichzeitig wurde es den Betreibern von Bordellen ermöglicht Prostituierten ein adäquates Arbeitsumfeld zur Verfügung zu stellen, ohne Gefahr zu laufen sich der Förderung der Prostitution strafbar zu machen.

Um von Prostituierten und Bordellbetreibern Anerkennung zu erzielen und um in unserem freiheitlichen Rechtsstaat die Demokratie nicht mit Füßen zu treten, hält der UEGD die Beteiligung von Vertretern des Erotikgewerbes für unerlässlich. Das sollte auch der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg bekannt sein.

Prostitution nicht kriminalisieren, sondern konsequent legalisieren!


 

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