Donnerstag, 23. Februar 2017

 

UEGD folgt der Einladung der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

b90 gruene

Berlin, 19.10.2012.
Die Spitzenpolitiker der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen luden zur Expertenanhörung „10 Jahre Prostitutionsgesetz“ (ProstG) ein. Der UEGD berichtete über die aktuelle Situation der Betreiberinnen und Betreiber.

Ekin Deligöz (Stellvertretende Fraktionsvorsitzende) hob in ihrer Eröffnungsrede hervor, dass das von den Grünen initiierte Gesetz, das 2001 mit dem damaligen Koalitionspartner SPD beschlossene wurde die seit 1901 bestandene Sittenwidrigkeit der Sexarbeit aufhob. Volker Beck (Erster Parlamentarischer Geschäftsführer) machte deutlich, dass die Bilanz des Prostitutionsgesetzes durchaus positiv sei. So hat die Anzahl  krankenversicherter Sexarbeiter zugenommen und die Kriminalität habe sich verringert. Monika Lazar (Sprecherin für Frauenpolitik) nennt das Gesetz einen Meilenstein. Jedoch geben EU-Osterweiterung in 2004/2007 und Globalisierung Anlass über Korrekturen zu diskutieren.

Auf dem Podium saß neben dem UEGD eine Wissenschaftlerin und eine Vertreterin des Bundesverbandes der Fachberatungsstellen BUFAS. Sie beklagen, dass trotz Prostitutionsgesetz Sperrgebiete ausgeweitet und Straßenstrichen geschlossen werden. Die Wissenschaftlerin rief die Politiker dazu auf, ehrlicher mit dem Phänomen Prostitution umzugehen. Man wisse nicht einmal wie viele Sexarbeiter es überhaupt gibt.

Der UEGD ist überzeugt, dass mit dem  ProstG die sexuelle Selbstbestimmung ein Fundament bekommen hat. Ohne die Initiative der Grünen würde die Sexarbeit immer noch im rechtsfreien Raum stattfinden. Es ist jetzt Aufgabe des UEGD alles dafür zu tun, dass das Fundament nicht wieder eingerissen wird, sondern den Hausbau mitzugestalten. Bordellbetriebe sind für Politiker noch immer eine Blackbox – Offiziell hat noch keiner eines von innen gesehen. Mit Mutmaßungen und stereotypen Aussagen wird versucht unsere Branche zu kriminalisieren.

Wir müssen mit mehr Transparenz dafür Sorge tragen, allen an der Weiterentwicklung des ProstG Beteiligten ein realistisches Bild des Erotikgewerbes zu vermitteln.

 

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