Sonntag, 26. März 2017

 

Runder Tisch NRW

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Update 30.11.

Die 6. Sitzung stand unter der Überschrift "Bordelle und bordellähnliche Betriebe - Teil 1". Betreiberinnen und Betreiber berichteten über die verschiedenen Betriebsformen und die Situation im Sexgewerbe".

Zusätzlich informeiten das Gesundheitsamt und das Kriminalkommissariat 12 der Stadt Duisburg, sowie die Mitternachtsmission Dortmund über die Zusammenarbeit mit den BetreiberInnen.

Der Runde Tisch veröffentlichte anschließend sein Grundlagenpapier (PDF)Externer Link - Neues Fenster öffnet



Update 28.09.

Die 5. Sitzung stand unter der Überschrift "Starßenstrich und Straßenprostitution". Berichtet wurde von



Update 20.07.


Die 4. Sitzung stand unter der Überschrift "Prostitution in den Niederlanden und Schweden". Das Regulierungsmodell der Niederlande steht dem des Verbotsmodelles Schwedens diametral gegenüber.

Das niederländische Modell wurde vorgestellt von Dr. Sietske Altink, von der Universität Leiden, die auch mit der dortigen Beratungsorganisation "De Rode Draad"Externer Link - Neues Fenster öffnet zusammenarbeitet.

Das schwedische Verbotsmodell wurde präsentiert von Dr. Susanne Dodillet, von der Universität Göteborg.



Update 18.05.

Die 3. Sitzung stand unter der Überschrift "Erscheinungsbild der Prostitution vor Ort". Verwaltungsbehörden von Städten und Gemeinden schilderten ihren Umgang mit der Prostitution.

Folgende Vertretungen referierten über ihre Erfahrungen:
• Stadt Dortmund, Ordnungsamt
• Stadt Köln, Ordnungsamt
• Stadt Köln, Gesundheitsamt
• Kreisverwaltung Paderborn, Sozial- und Ordnungsdezernat
• Kreispolizeibehörde Paderborn
• LAG kommunaler Frauenbürosl Gleichstellungsstellen NRW

Mit Sorge wurde die Entscheidung eines flächendeckenden Sperrbezirks für Dortmund aufgenommen, der von Regierungspräsidenten der Bezirksregierung Arnsberg erlassen wurde.



Update 15.03.


Die 2. Sitzung stand unter der Überschrift "Daten und Fakten". Dabei ging es den Teilnehmern darum, sich ein realitätsnahes Bild über Ausmaß und Probleme mit der Prostitution zu verschaffen..

Der UEGD befürwortet die Vorgehensweise der Organisatoren des Runden Tisches ganz besonders, denn es zeigt, dass die Landesregierung gewillt ist ihre nächsten Schritte auf Basis valider Informationen zu planen.

Zu Wort kamen die, die im direkten Kontakt mit der Prostitution stehen:
- Beratungsorganisationen (die Prostitution als legetime Tätigkeit zur Lebenssicherung anerkennen)
- Hilfsorganisationen (die für ein Verbot der Prostitution plädieren)
- Landeskriminalamt (Menschenhandel)
- Prostituierte selbst
- Arbeitsgemeinschaft "Männliche Prostitution"
- UEGD als Vertreter der BetreiberInnen

Alle bestätigten, dass keine "belastbaren" Zahlen über Prostituierte und Prostitutionsstätten existieren. Deutlich wurde, dass die öffentliche Wahrnehmung der Prostitution größtenteils durch eine vouyeristische Darstellung in Boulevardzeitungen und TV-Medien geprägt ist, die ständig auf der Suche nach neuen Superlativen sind. Die Prostituierten erklärten, dass sie mit ihrer selbst gewählten Tätigkeit sich keinesfalls als "Opfer" von Zwang und Ausbeutung empfinden. Der UEGD wies darauf hin, dass es wie in anderen Branchen auch eine geringe Anzahl "schwarzer Schafe" gäbe, dies aber nicht rechtfertige BetreiberInnen per se als Zuhälter und Menschenhändler zu stigmatisieren.

Wie schnell eine ganze Branche in Verruf gerät zeigt die jüngste Bundesratsinitiative. Rechtsverstöße innerhalb eines kleinen Bereiches (Flatratebordelle) werden zum Anlass genommen werden, um eine ganze Branche mit Kontrollgesetzen zu überziehen. Der UEGD hofft, dass der Runde Tisch herausarbeitet inwieweit solche Gesetze der Entkriminalisierung, bzw.dem Gegenteil beitragen.

Hervorzuheben ist, dass trotz der aktuell problematischen Situation des Strassenstrichs in Dortmund und anderen Städten in NWR der Runde Tisch nicht dazu umfunktioniert wurde, um in kurzfristigen Aktionissmus zu verfallen. Die Landesregierung hält weiterhin an ihrem Ziel fest, die Arbeitsbedingungen für alle Prostituierten zu verbessern.

Die nächste Sitzung ist für den 18. Mai geplant. Dann sollen Kommunen über ihre Erfahrungen mit dem Umgang der Prostitution berichten. Zu Wort kommen werden aller Voraussicht nach Ordnungsämter, Gesundheitsämter, Kämmerer (bzgl. Sex-/Vergnügungssteuer), Gewerbeämter, Polizei und Zoll (Bekämpfung Schwarzarbeit).

Der UEGD unterstützt den Runden Tisch. Mehr als 2/3 der Prostituierten sind in Betreibergeführten Etablissements tätig. BetreiberInnen sind sich ihrer Verantwortung bewußt und wollen einen Beitrag zur Verbesserung der Branche leisten.



Endlich passiert was!
(25.01.)

Wie im Koalitionsvertrag von SPD/Grüne vereinbart hat Nordrhein-Westfalen einen "Runden Tisch Prostitution" eingerichtet. Koordiniert wird er vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter.

Gem. Kabinettsbeschluss setzt sich der Runde Tisch Prostitution zusammen aus den zuständigen Landesressorts (Wirtschafts-, Innen-, Finanz-, Arbeits-, Justiz-, Gesundheits- und Familienministerium), Kommunalen Spitzenverbände, Beratungsstellen und Prostituierte.

Im wesentlichen geht es um die Frage, welchen Beitrag die Landesregierung leisten kann, um die Arbeitsbedingungen von Frauen und Männern, die legal der Prostitution nachgehen zu verbessern. Mit der Durchführung ist Ministerialdirigentin Claudia Zimmermann-Schwartz, Leiterin der Abteilung Frauen beauftragt.

Die erste Sitzung fand am 25.01.2011 in Düsseldorf statt.
Schwerpunkt der Auftaktveranstaltung war ein Vortrag von Frau Profes­sor Dr. Barbara Kavemann vom Sozialwissen-schaftlichen FrauenFor­schungsinstitut Freiburg, die über Defizite bei der Umsetzung des Pros­titutionsgesetzes sprach. Vortrag als PDFWeiteres Dokument - Neues Fenster öffnet

Der nächste Sitzungstermin ist der 15. März. Bei diesem Treffen soll eine Bestandsaufnahme im Vordergrund stehen, unter welchen Bedin­gungen Prostituierte tatsächlich in Nordrhein-Westfalen arbeiten. Dazu Minis­terin Steffens: "Wir benötigen auch genauere  Informationen über die verschiedenen Erscheinungsformen der Prostitution und suchen Krite­rien, wie freiwillige Prostitution vom Zwang zur Prostitution tatsächlich unterschieden werden kann."

Der UEGD wird aus Sicht der Betreiberinnen und Betreiber darstellen, mit welchen wirtschaftlichen und rechtlichen Problemen unsere Branche zu kämpfen hat. Doch mit Jammern wird sich die Situation nicht verbessern, darum werden wir auch Vorschläge präsentieren, die die Rechtssicherheit für den legalen Betrieb von Prostitutionsstätten verbessert und langfristig die Umsätze erhöht.

Der UEGD wünscht dem Runden Tisch viel Erfolg bei seiner Arbeit. Wir werden ihn mit besten Kräften zum Wohle der Branche unterstützen.

 

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