Samstag, 16. Dezember 2017

 

Rotlichtkriminalität weiter rückläufig

artikel breg

 

Berlin, 12.03.2013.
Jetzt ist es auch offiziell, dass ProstG hat nicht zu einem Anstieg der Rotlichtkriminalität geführt, sondern im Gegenteil, sie hat sich drastisch reduziert. Dies ist das Resümee der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage von Bündnis 90/DIE GRÜNEN "Auswirkungen des Prostitutionsgesetzes auf die Entwicklung beim Menschenhandel".

Damit wurden die Zahlen bestätigt, die der UEGD seit 2009 in seinem Bundeslagebild Rotlichtkriminalität veröffentlicht.


Der vom Bundesministerium des Inneren verfassten Antwort ist zu entnehmen "Vergleicht man die Zahl der registrierten Opfer im Jahr 2003 (1.235) mit der Zahl aus dem Jahr 2011 (640), so ist hier ein Rückgang um gut 48 Prozent (48,18 Prozent) feststellbar."


Wenn auch in weit geringeren tatsächlichen Maße als teilweise populistisch behauptet, unsere Branche wird von Kriminellen genutzt, um sich durch Zwang und Nötigung Vermögensvorteile zu verschaffen. Die Mitglieder des UEGD, die sich für Rechtskonformität und Kriminalitätsprävention in ihren Betrieben einsetzen haben es verdient, dass die Politik sie in ihrem Bestreben unterstützt. Das Prostitutionsgewerbe pauschal zu kriminalisieren und stereotyp von Ausbeutung zu sprechen ist kontraproduktiv, um die Arbeitsbedingungen und Sicherheit von Sexarbeitern zu verbessern.


Die Antwort der Bundesregierung sollten alle Fraktionen und Ministerien auf Bundes- und Länderebene zum Anlass nehmen, den UEGD in seinem Bestreben zu fördern, mehr Betreiberinnen und Betreiber von Prostitutionsstätten für den Schutz von Sexarbeitern zu sensibilisieren. Gerade die aktuelle Diskussion über Armutsmigration aus Osteuropa zeigt, dass ein steigendes Risiko für die Kriminalität im Rotlichtgewerbe nicht verneint werden darf. Damit sich die Zahlen nicht wieder verschlechtern müsste der UEGD mit größerer Intensität im Milieu agieren. Zur Umsetzung des Aufgabenvolumens gilt es jetzt die Weichen zu stellen.

 

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